r/arbeitsleben • • 10h ago

Studie/Umfrage Ich habe 300 Schriftsteller-Namen auf Visitenkarten verteilt (Frankfurter Buchmesse)

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Für die Messe hatte ich Visitenkarten drucken lassen, vorne das Übliche, hinten aber eine URL mit 300 generierten Zugangscodes, jeder einem bekannten Schriftsteller zugeordnet. Die Idee war simpel: passend zum Thema Buchmesse versuche ich Gemeinsamkeiten zu finden über ein Lieblingsthema: Literatur.

Was ich nicht erwartet hatte: wie schwer mir manche Übergaben fielen. Wem gibt man Twain, ohne zu wissen dass der auch seinen Humor versteht? Bei Bukowski dachte ich mir ob der dann wohl beleidigt sein könnte. Shakespeare und Borges blieben im Hotel, nicht dass ich Borges aus versehen an jemanden ausrücke der dann fragt, wer das ist.

Shelley ging an eine junge Autorin von Horrorgeschichten, die mir half. Meine Tante, die Yourcenar wollte, bekam Melville, weil deren Mann Narzisst und Hobbyskipper ist. Ich sagte "für Captain Ahab", sie lachte. Erst hinterher merkte ich, dass es wahrscheinlich ein bitteres Lachen war, unglücklich, wenn ich sie über ihren Mann identifiziere. Sie hätte Patricia Highsmith verdient.

Meine Cousine, die nicht zufälligerweise Margarita heißt, und mir nicht zufälligerweise die Memoiren des Hadrian schenkte, bekam natürlich Yourcenar. Meine Tante zeigte Verständnis.

Mein Berater bekam Verne, für die Träume, die der mir als Kind eingeredet hat.

Ist es nicht manchmal zu schade Dinge wegzugeben in die man so viel von sich selbst investiert?


r/arbeitsleben • • 1d ago

Austausch/Diskussion Informatikstudium - Zukunft sehr schlecht?

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Hallo zusammen,

ich studiere informatik und hinke leider hinterher. Ich muss zugeben, damals habe ich es angefangen, weil ich später gut verdienen wollte. Hatte auch nie Probleme mit Mathe. Jetzt ist KI da und ich höre überall dass gerade Informatiker es schwer haben. Also dass es ein kompletter Wandel stattfindet. Das demotiviert mich natürlich, auch weil das Studium nicht gerade einfach ist.

Letztens war ich bei eine rVorlesung. Da sagte der Prof, dass früher doppelt so viele leute in diesem Modul angemeldet waren und er fragt sich jetzt warum sehr viel weniger da sind. Der hat einfach so gefragt was wir denken. Keiner hat es gesagt, aber es ist doch offensichtlich dass es alles wegen der KI ist. So ein hartes Studium und dann arbeitslos werden.

Was sind eure Erfahrungen und was würdet ihr studieren?


r/arbeitsleben • • 1d ago

Bewerbungsgespräch Wie in Bewerbungsgespräch damit umgehen, dass ich zuvor gekündigt wurde?

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Hallo zusammen,

ich habe nächste Woche ein Bewerbungsgespräch. Bei meiner vorherigen Stelle wurde mir mit Ablauf der Probezeit gekündigt. Ich rechne damit, dass das auch Thema im Gespräch sein wird, denn in meinem Lebenslauf ist natürlich ersichtlich, dass ich genau ein halbes Jahr dort gearbeitet habe und seitdem arbeitssuchend bin.

Die Kündigung war nicht aus betrieblichen Gründen, sondern weil das Unternehmen der Ansicht war, dass ich nicht für den Posten geeignet bin. Das mag stimmen, und ich war selbst auch nicht happy dort. Einige Dinge hätte ich anders machen können. Von Seiten des Unternehmens war allerdings auch nicht alles optimal. Dort habe ich eine mangelhafte Kommunikationskultur erlebt und keine gescheite Einarbeitung bekommen. Wäre das anders gelaufen, hätte ich mich vielleicht so entwickelt, wie das Unternehmen wollte (es war ein Job, den ich nicht nicht vorher gemacht habe, allerdings innerhalb meiner Branche).

Nun meine Frage: Wie erkläre ich den Verlauf meines Lebenslaufs, wie erkläre ich die Kündigung? Wie schaffe ich das richtige Maß an Selbstkritik (bzw. -Reflexion)? Wie kann ich die Dinge benennen, die das Unternehmen falsch gemacht hat, ohne zu weit zu gehen?


r/arbeitsleben • • 1d ago

Studie/Umfrage [Umfrage] Beeinflusst Social Media eure Karriere-Erwartungen? (18–29 Jahre, 7–10 Min.)

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Hey zusammen!

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit in Wirtschaftspsychologie untersuche ich, wie sich Social-Media-Inhalte über Arbeit, Karriere und Gehalt auf unsere Erwartungen an die Arbeitswelt sowie die wahrgenommenen Jobchancen auswirken. Ist finde ich ein sehr interessantes Thema für die aktuelle Lage.

Wer kann teilnehmen?

  • Du bist zwischen 18 und 29 Jahre alt und
  • du möchtest dich künftig bewerben, steckst gerade im Bewerbungsprozess oder hast innerhalb der letzten 3 Jahre eine neue Ausbildung/berufliche Tätigkeit begonnen.

Eckdaten:

  • Dauer: ca. 5-8 Minuten
  • Anonymität: Die Teilnahme ist vollständig anonym und freiwillig.

Hier geht’s zur Umfrage: https://survey.fom.de/SocialMediaundderBerufseinstieg/

Vielen Dank an jeden, der kurz reinklickt und ausfüllt!

(Falls Fragen entstehen, stellt sie gerne in den Kommentaren.)


r/arbeitsleben • • 1d ago

Bewerbung Feedback zu meinem Lebenslauf (Logistik)

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Ich wende mich mal an euch, um ein ehrliches Feedback zu meinem Lebenslauf und meinen Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen.

Kurz zu mir und meiner Situation:

Ich war die letzten Jahre in verschiedenen Bereichen der Logistik tätig, allerdings überwiegend im operativen Bereich. Mein Ziel war es schon länger, mit meiner Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik mehr in den kaufmännischen bzw. administrativen Bereich zu kommen. Das hat sich allerdings schwieriger gestaltet als gedacht.

Deshalb habe ich Anfang dieses Jahres meinen Fachwirt für Logistiksysteme begonnen, um mich weiterzuentwickeln und meine Chancen zu verbessern.

Letztendlich habe ich dann eine Stelle als Logistikkoordinator bekommen und damit den Sprung in den administrativen Bereich geschafft. Obwohl ich dort nur relativ kurz war, habe ich viel gelernt und gemerkt, dass mir diese Seite der Logistik deutlich mehr liegt und wirklich Spaß macht.

Leider wurde ich während der Probezeit gekündigt, da das Projekt, für das ich eingesetzt wurde, an eine andere Niederlassung verlagert wurde. Im Vorstellungsgespräch wurde leider nicht erwähnt, dass meine Stelle so stark von diesem Projekt abhängig ist. Ich hatte eigentlich gehofft, dort langfristig bleiben zu können.

Aktuell nutze ich die Zeit, um mich Vollzeit auf meinen Fachwirt zu konzentrieren, bis ich eine passende neue Stelle finde.

Ich suche momentan vor allem nach Stellen wie Sachbearbeiter Logistik, Logistikkoordinator oder im Bereich Supply Chain. Gleichzeitig finde ich auch den Vertrieb, Außendienst oder Key Account Management interessant und könnte mir vorstellen, mich in diese Richtung weiterzuentwickeln.

Mir ist bewusst, dass ich in den letzten Jahren häufiger den Arbeitgeber gewechselt habe. Die Wechsel kann ich allerdings alle nachvollziehbar erklären.

Außerdem habe ich eine größere Lücke im Lebenslauf. In dieser Zeit war ich unter anderem mehrere Monate als Backpacker in Europa und Asien unterwegs.

Mich würde vor allem eure Einschätzung interessieren:

– Wie schätzt ihr meine Chancen auf solche Stellen ein?

– Würdet ihr die Backpacking-Reise im Lebenslauf erwähnen oder die Lücke lieber unkommentiert lassen?

– Fallen euch beim Lebenslauf Dinge auf, die ihr unbedingt ändern würdet?

Gerne auch aus Sicht von Recruitern oder Leuten, die selbst in Logistik, Supply Chain oder Vertrieb arbeiten.

Danke euch für jedes ehrliche Feedback!


r/arbeitsleben • • 1d ago

Mental Health Wie lebt man richtig

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Hallo zusammen,
ich bin 20 Jahre alt und wohne seit ungefähr einem Jahr in meiner ersten eigenen Wohnung, die vom Jobcenter bezahlt wird. Diese Wohnung habe ich vom Jugendamt bekommen.
Ich bewerbe mich seit zwei Jahren regelmäßig für Ausbildungen im Gesundheitsbereich (Pflege/Rettungsdienst). Dort bekomme ich Absage nach Absage, und mittlerweile weiß ich nicht mehr weiter.
Ich habe keinen geregelten Lebensrhythmus mehr, schlafe den ganzen Tag oder mache nichts. Ich kriege es einfach nicht mehr hin. Was kann ich tun?


r/arbeitsleben • • 1d ago

Austausch/Diskussion Der zuständige Sachbearbeiter ist länger als zwei Wochen abwesend. Was ist zu tun?

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Ich habe vor mehr als zwei Wochen einen Vorschlag für eine Weiterbildung (zwecks Erhalt eines Bildungsgutscheins) eingereicht, der alle vom Sachbearbeiter geforderten Kriterien (Zeitrahmen, Dauer, Kosten) erfüllt. Seit einer Woche gibt es keine Rückmeldung.

Auf meine Nachfrage erhielt ich von einem Kollegen die Antwort, ich solle auf meinen Sachbearbeiter warten und Geduld haben.

Ich war persönlich bei der Agentur für Arbeit, aber das Büro war geschlossen und der Sachbearbeiter den ganzen Tag nicht anwesend.

Die Anmeldefrist für den Kurs läuft bereits nächste Woche ab... Was kann ich tun? Darf ein Sachbearbeiter einfach für mehr als zwei Wochen abwesend sein, ohne dass es eine Rückmeldung gibt?

Gibt es eine offizielle Stelle oder eine Website, bei der man sich "beschweren" kann?

Es geht hier um eine ernste Angelegenheit – es hängt meine Existenz (und die meiner Familie) davon ab...

Hat jemand schon einmal eine ähnliche Situation erlebt?

Ich bin für jeden hilfreichen Hinweis dankbar (bitte nur sachliche Antworten)!


r/arbeitsleben • • 1d ago

Büroleben Kleine SAP-Beratung oder größere Inhouse-IT – was ist langfristig besser für die Karriere?

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Hallo zusammen,
ich stehe vor einer beruflichen Entscheidung und würde gerne eure Erfahrungen hören.
Ich arbeite seit weniger als einem Jahr in einer sehr kleinen SAP-Beratung.
Ich lerne viel und arbeite an unterschiedlichen Themen (SAP BTP, Cloud, S/4HANA, Berechtigungen usw.). Allerdings fehlt mir manchmal die fachliche Tiefe, weil die Aufgaben häufig wechseln.
Jetzt habe ich ein Angebot als SAP Basis Administrator bei einer größeren, etablierten Organisation erhalten:
Ca. 30 % mehr Gehalt
Tarifvertrag, gute Benefits und bis zu 50 % Homeoffice
Mehr Spezialisierung auf SAP Basis und Systemadministration

Mein Dilemma:
In der kleinen Beratung habe ich viel Abwechslung, direkten Kontakt zum Chef und möglicherweise langfristig die Chance, auch die unternehmerische Seite kennenzulernen. Bisher bin ich allerdings hauptsächlich technisch tätig.
Beim neuen Arbeitgeber hätte ich mehr Gehalt, vermutlich mehr Stabilität und könnte mich fachlich stärker spezialisieren. Dafür würde ich die Vielfalt der Consulting-Projekte verlieren.
Langfristig könnte ich mir sowohl eine Expertenkarriere als auch eine eigene IT-/SAP-Beratung vorstellen.

Meine Frage: Wer hat Erfahrungen mit beiden Welten? Würdet ihr in meiner Situation eher bleiben oder wechseln – und warum?
Mir geht es vor allem darum, in 3–5 Jahren möglichst gut aufgestellt zu sein, nicht nur um das kurzfristige Gehalt.
Danke euch!


r/arbeitsleben • • 1d ago

Bewerbung Lebenslauf – Verbalstil oder Nominalstil? Brauche Hilfe bei der Formulierung meiner Berufserfahrung im Lebenslauf (Stichpunkte)

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Hallo zusammen,

ich brauche eure Unterstützung bei der Überarbeitung meines Lebenslaufs.

Ich möchte mich bei einem Bezirksamt als Sachbearbeiter im Frontoffice bewerben und versuche seit etwa zehn Tagen, meine Berufserfahrung passend zu formulieren. Mittlerweile sitze ich täglich fünf bis sechs Stunden daran und komme einfach nicht richtig weiter.

Besonders schwer fällt es mir, meine bisherigen Tätigkeiten in aussagekräftige Stichpunkte zu bringen. Ich habe über 30 Jahre Berufserfahrung, unter anderem in der kaufmännischen Sachbearbeitung, im Versicherungsbereich und in der Kundenbetreuung.

Ich habe bereits eine Version im Verbalstil erstellt, die ich hier anhänge. Allerdings bin ich mit den Formulierungen noch nicht wirklich zufrieden.

Ich frage mich vor allem:

  • Ist für meinen Lebenslauf der Verbalstil oder der Nominalstil besser geeignet?
  • Sind meine Stichpunkte verständlich, professionell und aussagekräftig?
  • Welche Formulierungen würdet ihr verbessern oder komplett anders aufbauen?
  • Welche meiner bisherigen Tätigkeiten sind für eine Sachbearbeiterstelle im öffentlichen Dienst besonders relevant?
  • Wie kann ich meine umfangreiche Berufserfahrung besser darstellen, ohne dass der Lebenslauf überladen wirkt?

Ich habe das Gefühl, dass meine bisherigen Stichpunkte nicht vollständig widerspiegeln, was ich tatsächlich kann und welche Aufgaben ich im Laufe meines Berufslebens übernommen habe.

Mir geht es nicht darum, meine Erfahrungen künstlich aufzuwerten, sondern sie klar, glaubwürdig und passend zur angestrebten Stelle darzustellen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand mit Erfahrung im Personalwesen, in der Lebenslaufgestaltung meine Stichpunkte anschauen und mir konkrete Verbesserungsvorschläge geben könnte.

Vielen Dank im Voraus für eure Unterstützung!


r/arbeitsleben • • 1d ago

Berufsberatung 28, will endlich richtig Geld verdienen. Was würdet ihr an meiner Stelle mache

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Moin,

bin 28, gelernter Hotelfachmann und war die letzten Jahre Restaurantleiter. Mein Job ist jetzt betriebsbedingt weg und ehrlich gesagt bin ich fast froh drüber..

Jetzt sitz ich da und frag mich was ich eigentlich will. Und die ehrliche Antwort ist halt: Geld. Nicht so „reicht schon irgendwie“, sondern ich will mir was aufbauen. Haus, Familie in ein paar Jahren, nicht jeden Monat rechnen müssen.

Problem ist ich hab nur MSA, kein Abi. Und ich blick ehrlich gesagt nicht mehr durch. Was kann man heute überhaupt noch studieren, das am Ende auch zu Jobs führt, die ordentlich Geld bringen? Gefühlt liest man überall, dass alles überlaufen ist oder bald von KI ersetzt wird.

Dazu kommt, die Familie meiner Verlobten hat eine Fahrschule und ich könnte die irgendwann übernehmen. Klingt erstmal gut, aber ich weiß nicht ob ich ewig im Auto sitzen will. Andererseits ist das halt ein laufender Laden mit Kunden und man kann ja auch expandieren etc.

Also mal an die, die sich wirklich was aufgebaut haben: wie habt ihr das gemacht? Lohnt sich in meinem Alter noch ein Studium oder ist das verschwendete Zeit? Selbstständig machen oder lieber was solides als Angestellter und nebenbei einfach in ein ETF einzahlen?

Was ich hier auf Reddit am meisten lese, ist, geh in den Vertrieb. Aber als was? Welche Rolle, welche Skills, welche Kurse, was ist wichtig zu lernen? Wo ist der Sweet Spot zwischen Sales Cycles und Provision? In welche Richtung kann bzw. sollte man gehen und was ist schnell gelernt oder gut lernbar?

Ich bin bereit, aktuell alles zu tun. 7 Tage die Woche arbeiten, mich weiterbilden, üben, was auch immer. Aber ich möchte auch ein Wieso haben. Eine Zahl auf meiner Gehaltsabrechnung, die mich antreibt, die ich steigen sehe oder die ich erreiche und mir denke, boah, das will ich wieder schaffen.

Ich hab Träume und will mir und meiner Familie auch was ermöglichen und nicht immer nur davon schwärmen, wie schön es wäre, reich zu sein bzw. finanzielle Freiheit zu genießen. Ich will wissen, was man dafür tun muss und welche Risiken man eingehen muss.


r/arbeitsleben • • 1d ago

Kündigung Wie kündigt man am besten und professionell? Und wie geht man mit dem schlechten Gewissen um?

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Ich möchte morgen meine Kündigung einreichen, allerdings ist meine Arbeitgeberin erst am Dienstag wieder im Büro.

Jetzt bin ich mir unsicher, wie ich am besten vorgehen soll. Sollte ich die Kündigung am Montag einfach auf ihren Schreibtisch legen und sie anschließend persönlich darüber informieren, dass ich gekündigt habe? Oder wäre es professioneller, bis Dienstag zu warten, ihr die Kündigung persönlich zu überreichen und das Gespräch direkt mit ihr zu führen?

Mich würde auch interessieren, wie ihr mit der Kündigungssituation selbst umgegangen seid. Ich habe Schwierigkeiten damit, diesen Schritt zu machen, weil ich kein schlechtes Gewissen haben möchte und nicht weiß, wie ich das Gespräch am besten anfangen soll.

Meine Fragen an euch:

Würdet ihr die Kündigung auf den Schreibtisch der Arbeitgeberin legen oder lieber warten, bis sie wieder im Büro ist?

Sollte man die Kollegen erst informieren, nachdem man mit der Arbeitgeberin gesprochen hat?

Wie habt ihr euer Kündigungsgespräch geführt?

Ist es normal, dabei ein schlechtes Gewissen zu haben? Wie seid ihr damit umgegangen?

Ich freue mich über eure Erfahrungen und Ratschläge!


r/arbeitsleben • • 2d ago

Austausch/Diskussion Projektleiter unausstehlicher Micromanager (Konzern)

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Servus,

Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren. Gerne ehrliche Einschätzung. Vllt. reagiere ich auch nur über.

Ich komme seit ein paar Wochen mit meinem Projektleiter (selbe EG Stufe, also kein Vorgesetzter) nicht mehr klar. Ständige Stichelein, dass meine Arbeit zu wenig ist (40h IGM Vertrag). Wir haben zu viel Arbeit auf zu wenig Leute, da Abgänge etc nicht nachbesetzt wurden. Ich kann aus privaten Gründen keine Überstunden machen. Ich will auch keine Überstunden machen.

Nun kommen häufiger Aussagen auf Teams etc. warum ich schon um 16 Uhr Feierabend mache, ob ich überhaupt arbeite etc. Auch wird von ihm verlangt, dass ich sofort Bescheid geben muss, wenn ich mal 1h früher in den Feierabend gehe, um Überstunden abzubauen (sind immer bei plus minus 30). Also es findet offensichtlich ein Tracking statt. Ich sollte 4 Wochen den Job von 2 Kollegen noch zusätzlich übernehmen, da Urlaub; natürlich ist hier viel runtergefallen. Auch das wurde negativ aufgefasst. Nun kocht die Stimmung hoch. Ich bat um ein Gespräch und habe angemerkt, dass er mir sagen soll, wenn er was gegen mich hat. Gespräch wurde abgelehnt...

Aber abseits davon würde ich eh mit einer Abfindung gehen wollen (Konditionen sind echt gut; auch wenn ich erst 5 Jahre BE habe) und nochmal an die Uni für einen Master im Ausland. Die Abfindungen fangen Anfang nächsten Jahres für unseren Bereich an.

Soll ich es eskalieren oder still schweigen? Bin eigentlich der Typ, der sich nichts gefallen lässt. Meine Führungskraft weiß konkret davon nichts, wohl aber, dass die Stimmung gerade generell toxisch ist. Man muss dazu sagen, dass der Projektleiter (leider) schon lange dabei ist und dadurch ganz gut mit den Führungskräften ist.


r/arbeitsleben • • 1d ago

Bewerbung Eigenkündigung in der Probezeit

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Hallo,

Ich war mal insgesamt 6 Monate in einer Firma angestellt. Habe nach 5,5 Monaten selber gekündigt wegen besseren Angebot und die Arbeitsbedingungen waren nicht so gut. War etwas Schade um die Kollegen, aber habe nix Besseres früher gekriegt

Im Arbeitszeugnis steht was von Eigenkündigung drinnen.

Wie schlecht sieht das aus?

Bin nicht auf Jobsuche. Ich will es nur wissen

Vg


r/arbeitsleben • • 1d ago

Berufsberatung Restaurantleiter (28) will ins Prozessmanagement, wie komme ich da rein?

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Moin zusammen,

ich bin 28, gelernter Hotelfachmann und war die letzten Jahre Restaurantleiter. Jetzt wurde mir gekündigt und ehrlich gesagt will ich nicht zurück in die Gastro – das Geld stimmt da einfach nicht, auch nicht als Leitung und auch nicht für später mit Familie..

Am meisten Spaß hatte ich immer an Abenden, wo die Hütte brennt: hinterm Tresen stehen, alles im Blick haben, Leute einteilen und irgendwie noch Gäste unterbringen, obwohl wir ausgebucht sind. Und ich bin ein bisschen besessen davon, Abläufe so zu optimieren, dass am Ende alle entspannter sind, es schneller und reibungsloser läuft und trotzdem mehr rumkommt.

Was ich gar nicht kann: Leerlauf und „haben wir immer so gemacht“.

Ich such was, wo ich ein Team leite, meine Leistung sich auch im Geldbeutel zeigt (Boni o. ä.), ich aber trotzdem relativ pünktlich Feierabend habe. Selbstständig möchte ich nicht. Region: SH/Hamburg

Am liebsten würde ich Richtung Prozessmanagement/Operations gehen, z. B. in der Logistik, bin aber für alles offen.

Hat jemand von euch so einen Wechsel gemacht oder eine Idee, was zu mir passen könnte? Und welche Weiterbildungen haben euch wirklich was gebracht?

Danke euch!


r/arbeitsleben • • 2d ago

Bewerbung Feedback zur Bewerbung in AT: Supply Chain / Logistik. Wo liegt der Fehler?

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Hallo zusammen,

ich suche seit 3 Monaten nach einer Stelle in Österreich, erhalte aber bisher nur Absagen.

Ich hatte schon 3 Vorstellungsgespräche bei Agenturen, bin danach aber leider nie in die zweite Runde gekommen. Da ich nicht in Deutschland / Österreich zur Schule gegangen bin und Deutsch nicht meine Muttersprache ist, bin ich mir unsicher, was an meinen Bewerbungsunterlagen eventuell nicht passt.

1. Was sollte ich auf dem Lebenslauf verbessern? Ist das Format in Ordnung?

Ich weiß, dass ich relativ viele Stationen im Lebenslauf habe. Im Herbst 2023 war ich unzufrieden mit meinem Job im Digital Marketing. Deshalb bin ich vorübergehend für 6 Monate in einen Familienbetrieb gewechselt, um Zeit für einen Deutschkurs zu haben und meinen Umzug nach Deutschland zu planen. Ein Recruiter meinte kürzlich zu mir dass ich zu oft den Job gewechselt habe und er nach dem Lesen meiner aktuellen Stellenbeschreibung nicht wusste, für welche Position er mich bei Firmen vorschlagen sollte.

2. Wohnort / Sperre im Kopf? Könnte mein aktueller Wohnort (DE) der Grund für die vielen Absagen sein?

3. Passt mein Anschreiben generell?

Sollte ich den Satz streichen, dass es schon immer mein Ziel war, langfristig nach AT zu ziehen? Das ist streng genommen nicht ganz der Wahrheit, aber ich kann schlecht schreiben, dass ich aktuell einen befristeten Vertrag mit niedrigem Gehalt habe, dringend einen neuen Job brauche und aus persönlichen Gründen nach Österreich ziehen möchte.

Ich wäre für jeden Tipp oder Erfahrungswert extrem dankbar! Ich habe das Gefühl, seit Monaten an einem Ort und in einem Job festzustecken, an dem ich nicht mehr sein möchte , und das ist sehr frustrierend.

Vielen Dank im Voraus!


r/arbeitsleben • • 2d ago

Austausch/Diskussion Agentur für Haushaltshilfe erfahrungen?

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Fast alle Seiten zeigen fast vollkommende 5 Sterne Bewertungen, Trustpilot aber nur knapp 3, würde gerne Erfahrungen hören, Gute oder Schlechte!


r/arbeitsleben • • 1d ago

Berufsberatung Raus aus der Schicht, rein in den AD oder lieber warten?

Thumbnail jobs.bosch.de
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Also kurz zu mir ich arbeite seit ca 3 Jahren in 3-Schicht ebenfalls in einem großen Industrieunternehmen (Automobilzulieferer). Ich (m27) bin verheiratet und habe ein Kind (4 Jahre alt).
Die aktuelle Lage in der Industrie ist ja nicht gerade rosig oder mit viel Zukunft zusehen...

Deshalb mache ich mir seit längerem Gedanken wie ich die Zukunft aktiv sicherer gestalten kann.
Daher befinde ich mich aktuell in einer Weiterbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten, mir ist bewusst dass dies keine vollwertige E-Ausbildung ist (dies möchte ich mit Erfahrung dann entsprechend nachholen und aufbauen), ich bin gelernter Werkzeugmechaniker. Daher die Idee entweder sehr stark auf Elektro umzustellen oder wenigstens Mechatronik, je nach dem wie es weitergeht, kommt mit der nötigen Praxiserfahrung auch eine Aufstiegsweiterbildung in Betracht (hier ist jedoch noch etwas Zeit).

Glaubt ihr es ist realistisch, bspw. die verlinkte Stelle anzutreten bzw. könnte mir bitte jemand die Aufgaben etwas genauer erklären?
Mir ist bewusst, dass ich hier vermutlich etwas weniger verdienen würde, dafür jedoch einen Dienstwagen erhalten würde.

Ich bin dankbar für jede Anmerkung und Ergänzung.


r/arbeitsleben • • 2d ago

Austausch/Diskussion Karrierefrage mit 38: Weiter Richtung Führung oder lieber ins Projekt/Prozessmanagement?

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Moin zusammen,
ich stehe gerade vor der Frage, wie es beruflich für mich weitergehen soll, und bin ehrlich gesagt ziemlich unentschlossen.
Ich bin 38, seit 2007 in der Telekommunikation und habe damals auch meine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in dem Bereich gemacht. Seitdem eigentlich nie etwas anderes gemacht und mich über die Jahre bis zum Teamleiter hochgearbeitet. Aktuell führe ich ein Team von 11 Leuten beim einem großen Telekommunikations Anbieter in DE und bin jetzt im vierten/fünften Jahr als Teamleiter.
Nebenbei habe ich noch eine Zertifizierung zum Prozessmanager gemacht.
Grundsätzlich macht mir die Führungsrolle schon Spaß. Entscheidungen treffen, Dinge mitgestalten, eine Richtung vorgeben und mit den Mitarbeitern arbeiten. Ich verdiene auch ordentlich, von daher ist Geld für mich aktuell nicht unbedingt der ausschlaggebende Punkt.

Was mich an der Teamleitung allerdings zunehmend nervt, ist dieses ganze menschliche Drumherum. Man bekommt einfach ständig irgendwelchen privaten Kram mit, muss sich mit zwischenmenschlichen Problemen beschäftigen und ist teilweise mehr mit solchen Themen beschäftigt als mit der eigentlichen Arbeit. Das gehört irgendwo dazu, aber manchmal frage ich mich schon, ob ich mir das auf Dauer noch geben möchte.

Jetzt stehe ich vor der Frage, was der nächste Schritt sein soll.
**Option 1 wäre, weiter Richtung Abteilungsleitung zu gehen.** Mehr Verantwortung, mehr Gestaltungsmöglichkeiten und natürlich auch mehr Gehalt. Wobei mich vor allem die Frage beschäftigt, ob mir das auf Dauer wirklich mehr Spaß macht oder ob ich mir damit einfach noch mehr von dem ganzen Führungskräftekram ans Bein binde.

**Option 2 wäre der Wechsel ins Prozess- bzw. Projektmanagement.** Also raus aus der direkten Mitarbeiterführung und mehr an Prozessen, Projekten und strukturellen Themen arbeiten. Möglichkeiten dafür gäbe es tatsächlich auch innerhalb meiner jetzigen Firma, ich müsste also nicht zwingend wechseln.
Ich bin gerade maximal unentschlossen, weil ich an der Führungsrolle durchaus Spaß habe, aber eben auch die Nachteile sehe. Gleichzeitig weiß ich nicht, ob mir der Wechsel in eine eher fachliche Richtung langfristig mehr liegt oder ob ich die Führungsverantwortung irgendwann vermissen würde.
Deshalb mal die Frage an diejenigen, die vielleicht schon vor einer ähnlichen Entscheidung standen:
Würdet ihr den nächsten Schritt Richtung Abteilungsleitung machen oder lieber bewusst aus der klassischen Führung rausgehen und euch Richtung Prozess-/Projektmanagement entwickeln?
Und vor allem: Wie habt ihr für euch herausgefunden, was langfristig besser zu euch passt?


r/arbeitsleben • • 2d ago

Berufsberatung Wie sieht der Alltag in der öffentlichen Apotheke vs. Industrie aus?

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Hallo zusammen,
ich überlege aktuell, Pharmazie zu studieren, und würde super gerne hören, wie der tatsächliche Berufsalltag für Apothekerinnen und Apotheker aussieht.
Mich interessieren besonders zwei Wege im Vergleich:
1. Öffentliche Apotheke (Community Pharmacy): Wie sieht hier ein typischer Arbeitstag aus?
2. Pharmazeutische Industrie: Wie läuft der Alltag und die Routine ab, wenn man in der Industrie arbeitet?
Wie zufrieden seid ihr insgesamt mit eurer Berufswahl?
Vielen Dank schon mal für eure Einblicke und Erfahrungen!


r/arbeitsleben • • 2d ago

Austausch/Diskussion Kleine interne Firmenveranstaltung, braucht man gedruckteNamenskarten oder Overkill?

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Wir haben bald eine kleine interne Veranstaltung mit Leuten aus mehreren Standorten. Keine riesige Konferenz, eher 60 bis 80 Personen, Workshops, Abendessen, bisschen Networking.

Jetzt wird diskutiert, ob wir Namenskarten/kleine Badge-Karten drucken lassen

sollen oder ob das bei der Größe albern ist. Ich finde es eigentlich hilfreich, weil man nicht alle kennt. Andere sagen, das wirkt zu offiziell.

Wie erlebt ihr das bei kleineren Firmenevents? Hilfreich oder unnötiger Messe-Vibe?


r/arbeitsleben • • 3d ago

Bewerbungsgespräch Im Vorstellungsgespräch mit dem 80-Jährigen Senior

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Bin Maachinenbautechniker und hatte ein Vorstellungsgespräch in einem Unternehmen. Das Gespräch lief die ersten 15 Minuten echt gut.
Bis dann der 80-jährige Senior rein kam und mir erzählen wollte das Geld nicht alles ist und mir 18€ für eine Technikerstelle angeboten hat. Das Gespräch war schneller beendet als denen wohl lieb war.


r/arbeitsleben • • 2d ago

Austausch/Diskussion Wie üblich und wie seht ihr es, wenn die Führungsebene Apple-Geräte nutzt und der Rest der Belegschaft Android/Windows?

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Ich war schon bei ein paar Arbeitgebern und konnte diese Teilung öfter erkennen. Der normale Mitarbeiter bekam einen Windows-Laptop und wenn er ein Diensthandy braucht, ein Android. Die höheren Positionen dagegen bekamen ein Mac und ein iPhone. Ist dies so üblich und findet ihr das auch befremdlich? Ich finde, das wirkt immer wie so ein Zweiklassen-System, ähnlich wie GKV vs. PKV. Wie ist es bei eurem AG?


r/arbeitsleben • • 1d ago

Austausch/Diskussion Warum aktualisieren Leute nach einen neuen Job gleich ihr LinkedIn Profil?

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Bei uns gab es betriebsbedingte Kündigungen. Einige mussten oder wollten gehen. Darunter auch ich. Nachdem die Leute einen Job gefunden haben, war es das Erste, was sie gemacht haben ihr LinkedIn Profil zu aktualisieren.

Warum?

LinkedIn ist gut, wenn man wieder auf Job Suche ist. Wollen die wieder weg? Ansonsten ist es eine überflüssige Aktion.


r/arbeitsleben • • 2d ago

Austausch/Diskussion Stunden reduzieren, um 10h an der Uni eine Diss zu schreiben (AT)?

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Liebe Community,
ich arbeite momentan Vollzeit in einer Bank und bin sehr zufrieden. Vor einer Woche habe eine Mail von einer ehemaligen Professorin bekommen, dass ich bei ihr im Sommersemester 2027 als Dissertant am Institut (Politikwissenschaften) 10h arbeiten kann.
Wollte daher mal in die Runde fragen, ob jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht hat und mir berichten kann (stressig, Dissertation schaffbar/nicht schaffbar etc.)
Zu mir:
M, 28, in einer Beziehung, keine Kinder , gutes Gehalt, schuldenfreie Eigentumswohnung (falls die Infos relevant sind :D

Danke für die Rückmeldungen!


r/arbeitsleben • • 2d ago

Austausch/Diskussion Schwarzer Humor oder Rassismus/Mobbing am Arbeitsplatz? Wie geht man mit dieser „Sandwich-Lage“ um?

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Hallo zusammen,
ich fühle mich an meinem Arbeitsplatz momentan wie gefangen in einer Sandwich-Lage und wollte euch mal nach eurer Meinung fragen.

Ich bin Ausländer dunkelhäutig und eher eine introvertierte Person. Am Arbeitsplatz verhalte ich mich ruhig, grüße immer höflich und beteilige mich gerne an fachlichen Diskussionen, bei allgemeinem Smalltalk halte ich mich jedoch eher zurück, wenn es um jegliche Art von Degradierung anderen (ich bemerke auch dass man gern immer lustig macht über anderen, nie über Vögel oder Hunde etc...)

Genau das scheint das Problem zu sein. In meinem Team wird extrem viel „schwarzer Humor“ genutzt. Kollegen sagen mir direkt ins Gesicht: „Ich mache gerne schwarzen Humor, das gehört einfach dazu.“ Wenn ich mich wegen meiner ruhigen Art zurückhalte, fallen Sprüche von Kolleginnen wie „Mit so einem habe ich überhaupt nichts gemeinsam“.
Es werden rhetorische Behauptungen in den Raum gestellt, ich sei schwul, um mich zu provozieren.

Wenn man sich als Ausländer dann doch mal anders verhält (oder so, wie sie es von Ausländern erwarten), hört man überall die typischen Vorurteile und Pauschalisierungen: Ausländer seien nur für Sex hier, würden Frauen begrapschen, seien gewalttätig, „Messermänner“ oder würden immer nur laut reden. Egal was ich tue, es fühlt sich wie eine Falle an.

Muss man bei so etwas wirklich mitlachen, selbst wenn man diesen Humor nicht teilt oder ihn verletzend findet, nur um zur Arbeitsatmosphäre dazuzugehören? Ist das schon das, was man „Assimilation“ nennt (also weit über normale Integration hinausgehend, wo ein Abweichen direkt als mangelnde Anpassung gewertet wird)? Ist Mitmachen hier die einzige Überlebensstrategie oder sollte man seinen eigenen moralischen Werten treu bleiben?

Zu meinem Hintergrund: Ich wurde streng christlich-religiös erzogen. Durch eigenes Nachdenken, Recherche und Rationalität bin ich jedoch zu dem Schluss gekommen, dass es keine Beweise für bestimmte Inhalte der Texten gibt, oder die Inhalte sind unwissenschaftlich. Deshalb bin ich heute nicht mehr religiös. Meine moralischen Werte von damals habe ich aber komplett behalten. Ich denke, man kann und sollte diese Moralität auch ganz ohne Religion besitzen.

Was ist hier los? Habt ihr so etwas auch schon erlebt und wie geht man am besten damit um?